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Michelbacher Künstler stellten aus

Zum zweiten Mal präsentierten sich fünf Michelbacher Künstler mit ihren Werken in der Kulturscheune. Die Ausstellung „Ansichten“ begann am 8. Mai mit einer Vernissage, musikalisch umrahmt durch ein Jazzquartett um den Michelbacher Gitarristen Reinfried Luchs, und wurde an den beiden folgenden Nachmittagen, bei Kaffee und Kuchen, fortgesetzt. Die Resonanz der Veranstaltung übertraf die Erwartungen des Gastgebers, des Kulturcafés Michelbach e.V.

Almut Blessing zeigte selbst gefertigten Schmuck von außerordentlicher Vielfalt des Materials, der Formen und Farben. Unter dem Titel „Farbspiele“ präsentierte sie Anhänger, Armbänder und Ketten aus Silber, Halbedelsteinen, Korallen und Perlen sowie raffiniert geschliffenem Farbglas, dessen Teile facettenreich leuchteten.

Konrad Klein präsentierte spießförmige und gedrehte Eisenstangen, bestückt mit Natursteinen oder eisernen Vögeln, daneben Vogelskulpturen mit steinernen Körpern, insgesamt ein Ensemble aus stehenden und ruhenden Figuren, die Haus oder Garten auf heitere Weise beleben können.

Corinna Lenz hatte figurative und tiergestaltige Plastiken aus Gasbeton, daneben zeigte sie bunte, teilweise transparente Quadrate auf Leinwand und einen Sandkasten mit figurativen Accessoires mit der Möglichkeit dynamischer Variation, indem der Besucher Muster in den Sand „zeichnen“ und die Objekte umstellen konnte.

Die Fotografien von Renate Oelsner bilden Landschaften, Pflanzen und andere natürliche Objekte ab. Durch das Einfangen seltener Lichteffekte sowie vollends durch raffinierte Computerbearbeitung wurden daraus „Gemälde“, in denen die Überlagerung von „Natur“, Technik und schöpferischer Phantasie ein neues Genre entstehen ließ.

Peter M. Pittners Ausstellung stand unter dem Thema: „Gestaltbildungen des Weiblichen“. Er zeigte eine Vielzahl von Frauenporträts und Schwarz-Weiß-Akten, teils schattenhaft angedeutet, teils mit detailfreudigen Strichen gezeichnet. Weiterhin präsentierte er Objekte aus Stein und Metall. Auffällig war eine eiserne Skulptur mit dem Namen „Mädchenbaum“ und ein Relief einer Frauengestalt modelliert aus Nägeln auf Holz.

Fazit: Die Michelbacher Kunstszene, alles andere als eine Ansammlung provinzieller Dilettanten, kann sich, mit origineller Vielfalt von Ideen und Techniken, zu Recht „sehen lassen“. Und wir fühlen uns bestätigt, auch im nächsten Jahr wieder eine derartige Ausstellung anzuregen. Herzlicher Dank gilt den Ausstellern, die uneigennützig, in eigener Regie und mit hohem Aufwand die Kulturscheune für ihre Zwecke herrichteten (und in alter Form wieder verließen), sowie Birgit Junk, die sie dabei organisatorisch betreute.

Kulturcafé Michelbach e.V.

Hartmut Lüdtke

V.l.n.r.: K. Klein, C. Lenz, A. Blessing, P. M. Pittner, R. Oelsner